1. Rauhnacht – die Nacht der Bereitschaft

ich nehme GOTTes Nähe wahr

Nacht vom 24. auf den 25. Dezember

Mit der ersten Rauhnacht beginnt eine besondere Zeit.
Nicht laut. Nicht sichtbar. Aber spürbar anders.
Es ist die Nacht, in der nichts getan werden muss –
und doch etwas Entscheidendes geschieht.

Die erste Rauhnacht ist die Nacht der Bereitschaft.

Eine Nacht des Hinwendens
Die erste Rauhnacht ist kein Ereignis.
Sie ist eine Haltung.

Der Mensch tritt innerlich einen Schritt zurück aus dem Alltag,
aus dem Tun, aus dem Müssen.
Nicht, um etwas zu erreichen,
sondern um sich hinzuwenden.

Öffnung ohne Forderung
In dieser Nacht geschieht noch nichts Sichtbares.
Kein Zeichen. Kein Wort. Keine Antwort.
Und genau darin liegt ihre Tiefe.

Die erste Rauhnacht ist die Nacht,
in der der Mensch – oft ohne Worte – sagt: Ich bin bereit.
Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Die Bibel kennt diese Bereitschaft
Die Bibel erzählt immer wieder von Menschen,
bei denen alles mit einem inneren Hinwenden beginnt.

Bevor GOTT handelt,
bevor Er spricht,
bevor Er sendet,
steht dieser eine Moment:

Ein Mensch ist bereit, sich GOTT zuzuwenden.
GOTT drängt sich nicht auf. Er wartet auf die Öffnung.

Eine Nacht ohne Handlung
Die erste Rauhnacht verlangt kein Tun.
Kein Denken. Kein Ordnen.
Sie verlangt auch kein Verstehen.

Sie lädt ein, still zu werden und innerlich Raum zu schaffen. Mehr ist nicht gefragt.

Die innere Haltung dieser Nacht
Die Haltung der ersten Rauhnacht ist einfach und klar:
still werden – offen sein – nichts festhalten – nichts erwarten.
Nur die Bereitschaft: Ich bin da.

Geistliche Bedeutung der ersten Rauhnacht
Die erste Rauhnacht erinnert daran:
GOTTES Weg beginnt nicht mit Leistung, sondern mit Offenheit.

Nicht der Mensch macht den Anfang,
sondern GOTT –
und doch achtet Er die Freiheit des Menschen.

Impuls der Nacht
Still werden.
Sich zuwenden.
Bereit sein.

GOTT kommt nicht, wenn alles vorbereitet ist.
Er kommt, wenn ein Mensch bereit ist.