in die Verbindlichkeit gehen
Nacht vom 29. auf den 30. Dezember
In der sechsten Rauhnacht geht es nicht mehr darum, was gehört wurde oder wohin es gehört, sondern darum, wo es verbindlich werden soll.
In den Nächten zuvor ist deutlich geworden, worum es geht: das Gehörte wurde geprüft und in die verschiedenen Lebensbereiche eingeordnet.
Jetzt tritt ein Moment ein, in dem Übersicht allein nicht mehr genügt. Jetzt ist es Zeit in die Verbindlichkeit zu gehen, so dass Klarheit in den Vordergrund tritt.
Die 6. Rauhnacht ist die Nacht der Entscheidung.
Diese Entscheidung ist kein äußerer Schritt und keine Handlung. Sie ist eine innere Festlegung.
Ein bewusstes Ja dazu, dass das Gehörte nicht folgenlos bleibt.
In dieser Nacht verbindet sich das Gehörte mit einem konkreten Lebensbereich und es wird entschieden, wo es hingehört und wo es Gewicht haben soll. Nicht alles kann gleichzeitig im Zentrum stehen. Die Entscheidung schafft einen Schwerpunkt.
Diese Festlegung bedeutet, Verantwortung zu übernehmen im Sinne von Verbindlichkeit.
Was hier entschieden wird, soll nicht wieder beiseitegelegt werden, wenn der Alltag zurückkehrt.
Die 6. Rauhnacht vertieft, sammelt das Wesentliche und macht es verbindlich.
So entsteht eine innere Richtung, die trägt, auch wenn der Weg noch nicht sichtbar ist.
Impuls der Nacht
Eine Entscheidung treffen dem Gehörten einen verbindlichen Platz geben. Sich innerlich festlegen.

