Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar
die Freiheit des Loslassen
Nach der Entscheidung und dem Vertrauen folgt ein Schritt, den Viele auslassen.
Nicht, weil er unwichtig wäre, sondern weil er schwerer ist als alles zuvor.
In den vergangenen Nächten ist Klarheit gewachsen. Das Gehörte wurde geprüft, geordnet und schließlich einem Lebensbereich verbindlich zugeordnet. Der Entscheidung wurde vertraut.
Eigentlich wäre damit alles gesagt.
Und doch zeigt sich genau hier, dass noch etwas fehlt.
Die achte Rauhnacht ist die Nacht des Loslassens.
Sie richtet sich nicht gegen die Entscheidung, sondern schützt sie. Denn was innerlich festgelegt wurde, kann leicht wieder unter Kontrolle geraten.
Man beginnt, vorauszudenken, abzusichern, nachzuregulieren.
Viele überspringen diesen Punkt. Sie halten fest, obwohl sie sich entschieden haben. Sie vertrauen, aber nur bis zu dem Moment, an dem Unsicherheit auftaucht.
Loslassen bedeutet in dieser Nacht, die Entscheidung nicht weiter festzuhalten.
Nicht ständig zu prüfen, ob sie richtig war.
Nicht den nächsten Schritt erzwingen zu wollen.
Sondern zuzulassen, dass sich der Weg entfaltet.
Es ist ein Übergang von innerer Festlegung zu innerer Entlastung. Nicht alles muss getragen werden.
Nicht alles muss geplant sein.
Die achte Rauhnacht schenkt Freiheit. Sie lässt Raum für das, was sich zeigen will, ohne dass man es steuert. So wird der Weg nicht schwer, sondern gangbar.
Impuls der Nacht
Loslassen, was festgehalten wird. Die Entscheidung freigeben. Dem Weg Raum lassen.

