Pfingsten… was passierte genau?

Wer weiß heute eigentlich noch genau, warum wir Pfingsten feiern? Ich versuche es hier einmal, in kurzen Worten zusammenzufassen.

Die Verheißung
Bevor Jesus diese Welt verließ, bereitete er seine Jüngerschaft vor, was kommen würde. Sie hatten ihn begleitet und in seiner Kraft, auch als Führer und Beschützer erlebt – als den, der mit Autorität von Gott sprach, aber gleichzeitig so menschlich, ihnen so nahe und verbindlich war. Doch nun kündigte er an, dass er zurückgehen würde zu dem, der ihn gesandt hatte – zum VATER.
Doch die Jünger waren beunruhigt. Was würde aus ihnen werden ohne ihren Herrn? Jesus tröstete sie: „Ich werde den VATER bitten, er wird euch einen anderen Beistand senden“. Wie im Johannesevangelium zu lesen, nennt er diesen Beistand mehrfach: den Heiligen Geist, den Tröster, den Fürsprecher, und versprach erneut: „Wenn ich aber weggehe, werde ich ihn zu euch senden.“ Er gab ihnen den Trost, sie nicht allein ohne geistige Führung zurückzulassen, sie, die IHM immer treu zur Seite standen und mit IHM gingen.
Und es kam so, wie versprochen.

Jerusalem – fünfzig Tage nach dem Passafest. Die Straßen der Stadt waren voll. GOTTesfürchtige Menschen, die sich dem Volk Israel oder dem Haus Jakob zugehörig fühlten pilgerten aus vielen Ländern der Welt zum Schawuot-Fest, um GOTT zu danken für die Ernte, für das Gesetz, für das Leben und überhaupt… Viele von ihnen hatten andere Muttersprachen und verstanden die Einheimischen kaum.
Irgendwo in dieser Stadt, in einem höheren Stockwerk saßen etwa 120 Menschen, Männer und Frauen, beisammen und warteten. Es waren die Nachfolger Jesu, der sie vor seiner Heimkehr zum VATER aufgefordert hatte: …Ihr seid Zeugen für das alles. Ich aber werde die Kraft aus der Höhe auf euch herabsenden, wie mein VATER es versprochen hat. Bleibt hier in der Stadt, bis ihr damit ausgerüstet werdet.“ Sie verstanden zwar nicht genau, was ER meinte, aber sie vertrauten seinen Worten und blieben zusammen.

Und dann geschah es. Plötzlich kam vom Himmel her ein Brausen, ein gewaltiger Wind. Es erfüllte das ganze Haus, in dem sie versammelt waren. Und sie sahen Feuer, das sich auf jeden von Ihnen
verteilte. Wie verheißen, zeigte sich der Heilige Geist ausschließlich über Jesu Nachfolger. In vielfacher Weise zeugten sie nun von dem Geist, der in ihnen wirkte. Er befähigte sie zu Dingen, die vorher unmöglich waren, darunter auch das Sprechen fremder Sprachen.
Draußen auf den Straßen, sammelte sich die Menschenmenge. Die Angereisten aus dem Ausland nahmen wahr, wie die Jünger auf einmal in ihrer Muttersprache von GOTTes großen Taten sprachen. Verwirrung, Staunen, sogar Spott. Doch dann tritt Petrus vor, erfüllt vom Heiligen Geist, und erklärte: Was die Menschen hier erlebten, ist die Erfüllung der Worte des Propheten Joel.
Die Kraft des Heiligen Geistes, das ganze Geschehen in der Stadt muss eine gewaltige Kraft und Energie gewesen sein: 3.000 Menschen ließen sich taufen, weil sie die Kraft GOTTes spürten, weil sie erkannten, dass die Worte Christi wahr waren und wahr bleiben. Eine neue GOTTeszeit hatte begonnen: wie Jesu Christus es versprochen hatte, ist der Heilige Geist als Beistand zu den Gläubigen gekommen.

Und so ist es auch heute… und morgen… bis die Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden.
Das ist das Ereignis, an das wir Christen an Pfingsten erinnern.