Der menschliche energetische Feinstoffkörper
Wenn wir von Energie sprechen, denken wir meist an Strom, Wärme oder Kraftstoffe. Doch es gibt auch Energien, die mit materiellen Brennstoffen nichts gemein haben.
Die Lebenskraft, eingewoben in unseren feinstofflichen Energiekörper.
Seit jeher kennen viele Kulturen diese Lebenskraft und haben ihr unterschiedliche Namen gegeben. In der Traditionellen Chinesischen Medizin spricht man von Qi, in Japan von Ki, im indischen Ayurveda von Prana. In der griechischen Antike war von Pneuma die Rede, im Alten Ägypten vom Ka, in der polynesischen Kultur von Mana. Auch in nordischen und schamanischen Traditionen wurde die Lebensenergie als durchdringende Kraft verstanden, die Mensch und Natur verbindet.
Jeder Mensch besitzt sein eigenes Energiefeld. Dieses Feld durchdringt den Körper vollständig und reicht zugleich über ihn hinaus. Es strahlt nach außen und wirkt unter anderem gleichzeitig als Mittler zwischen uns und den Energien unserer Umgebung. Doch dieses Energiefeld ist auch ein Spiegel unseres Inneren. In ihm zeigen sich – grob gesprochen – unser Charakter, unsere Haltung, die Qualität unserer Gedanken (!). Es ist Ausdruck dessen, wie ein Mensch innerlich beschaffen ist. Es verändert sich mit der Stimmung, mit der inneren Ausrichtung und mit der moralischen Grundhaltung. Ein klarer, aufrichtiger Mensch strahlt anders als jemand, der in Unruhe oder Rücksichtslosigkeit lebt. Gedanken wirken dabei so wie Impulse, die dieses Feld formen und färben.
Fazit: Wir senden unaufhörlich Energie aus, nehmen anderes herum auch fremde Energien auf, wenn wir uns nicht täglich in einen Mantel des Schutzes hüllen.
Sensible Menschen sind in der Lage, Stimmungen in einem Raum zu spüren, noch bevor ein Wort gesprochen wurde. Ich bin sicher, dass Viele diese Gefühl schon wahrgenommen haben. So nehmen wir manchmal die Traurigkeit oder Anspannung eines Anderen wahr, selbst wenn dieser schweigt. Hochsensible Menschen nehmen diese Ebene besonders deutlich wahr. Ihre „energetischen Fühler“ reichen weiter. Sie spüren schneller Veränderungen in der Atmosphäre, Verdichtungen in Menschenmengen oder feine emotionale Schwingungen bei Einzelnen. Für sie ist diese Wahrnehmung keine Theorie, sondern Alltag.
Allerdings sollte man sich dieses Feldes auch bewusst sein: wie der menschliche Körper braucht auch der Energiekörper Pflege, so dass unsere Sinne frei sind von Ballast und Schmutz. Innere Ausrichtung, Zeiten der Stille, Naturaufenthalte oder einfache Rituale helfen, sind gute Helfer, unsere Energie zu klären und die eigene Kraft zu sammeln.
Zur energetischen Reinigung eignen sich neben Salzpeelings oder ein Bad mit einer Handvoll Salz auch kurze, aber konzentrierte Rituale zur klärenden Wirkung. Eine Anleitung dazu findet ihr in meiner Rubrik DIY/Wohlbefinden/Schutz.
Für mich persönlich ist es bedauerlich, dass in unserer westlichen Welt die Existenz feinstofflicher Energien kaum Beachtung findet. Was sich derzeit nicht messen oder technisch erfassen lässt, wird häufig ausgeklammert oder vorschnell verworfen. Doch das Fehlen geeigneter Messinstrumente bedeutet nicht, dass etwas nicht existiert – es zeigt lediglich, dass unser wissenschaftliches Handwerkszeug an dieser Stelle noch nicht ausreicht.
Dabei ist es bemerkenswert, dass zahlreiche Kulturen seit Jahrtausenden von einer Lebenskraft sprechen, sie benennen und in ihr Verständnis von Mensch, Gesundheit und Bewusstsein einbeziehen. Diese Vorstellungen sind kein modernes Gedankenspiel, sondern tief verwurzelte Bestandteile alter Wissenssysteme. In der westlich geprägten Wissenschaft hingegen bleibt die körpereigene Energie weitgehend unberücksichtigt, solange sie sich nicht mit den vorhandenen Methoden messen oder quantifizieren lässt. Was sich nicht in Zahlen darstellen lässt, findet im wissenschaftlichen Diskurs kaum Raum.
Der menschliche Körper ist in seiner Präzision, in seiner feinen Abstimmung und im Zusammenspiel unzähliger Prozesse so durchdacht gestaltet, dass es schwerfällt, ihn als bloßen Zufall zu betrachten. Für mich ist er Ausdruck der Schöpferkraft – einer ordnenden und lenkenden Intelligenz, die das Sichtbare ebenso umfasst wie das Unsichtbare.
Dass etwas wissenschaftlich (noch) nicht erklärbar ist, bedeutet nicht, dass es bedeutungslos oder nicht existent ist. Menschliche Erkenntnis hat sich immer wieder erweitert. Viele Phänomene wurden zunächst belächelt oder ignoriert, bevor geeignete Methoden entwickelt wurden, sie zu erforschen. Es erscheint mir daher weder sachgerecht noch weitsichtig, Erfahrungen und überliefertes Wissen grundsätzlich auszuschließen, nur weil das passende Messinstrument derzeit fehlt.

