3. Rauhnacht: die Nacht des Hörens

GOTT spricht ! ?


Nacht vom 26. auf den 27. Dezember: die Nacht des Hörens

In den ersten beiden Rauhnächten ist etwas Entscheidendes geschehen.
Der Mensch hat sich innerlich geöffnet.
Und göttliche Nähe wahrgenommen.

In der dritten Rauhnacht kommt nun Bewegung in diese Nähe.
Nicht als Aktion, sondern als Ansprache.
Hören meint hier nicht Geräusch und nicht Stimme im äußeren Sinn.
Gemeint ist das innere Hören – das Wahrnehmen eines Wortes, eines Gedankens, einer Richtung, die nicht aus einem selbst stammt.

Die Bibel kennt dieses Hören sehr konkret.
Der junge Samuel hört in der Nacht seinen Namen rufen.
Josef erhält im Traum eine klare Weisung für seinen Weg.
Die Hirten hören in der Nacht die Botschaft, die ihnen sagt, wohin sie gehen sollen.

In all diesen Geschichten spricht GOTT, weil der Mensch hörbereit ist.Nicht, weil er etwas leisten kann. Sondern weil er offen ist.

Die 3. Rauhnacht ist deshalb keine Nacht der Entscheidung und keine Nacht des Handelns.
Das Gehörte sollte nicht sofort umgesetzt werden. Es sollte erst einmal bleiben.
Hören heißt in dieser Nacht, dem Gesagten Raum zu geben. Nicht jedes Wort erschließt sich sofort.
Manches wirkt leise weiter und zeigt seine Bedeutung erst später.

Die innere Haltung dieser Nacht ist aufmerksam und gesammelt. Wer hört, muss nichts erklären.
Es genügt, das Gehörte nicht zu übergehen, sondern zu verinnerlichen.

Geistlich gesehen erinnert die 3. Rauhnacht daran, dass GOTT spricht, wenn der Mensch innerlich frei wird. Nicht im Lärm des Alltags, sondern in der wachen Stille.

Impuls der Nacht
Hören und dem Wort Raum geben.