Nacht vom 30. auf den 31. Dezember
der eigenen Entscheidung vertrauen
Nach der Entscheidung tritt Stille ein. Nicht Leere, sondern ein Raum, in dem nichts weiter getan werden muss.
In den Nächten zuvor ist das Gehörte geprüft, geordnet und schließlich einem Lebensbereich verbindlich zugeordnet worden. Die Entscheidung ist gefallen, nicht hastig, sondern getragen von Klarheit. Nun geht es darum, diese Entscheidung auch als solche stehen zu lassen.
Die siebte Rauhnacht ist die Nacht des Vertrauens.
Sie verlangt keine Bewegung nach außen und keine Absicherung.
Sie lädt dazu ein, der eigenen Entscheidung Zeit zu geben und ihr zuzutrauen, dass sie trägt.
Vertrauen bedeutet in dieser Nacht, nicht sofort weiterzudenken und nichts erzwingen zu wollen.
Es bedeutet, die innere Festlegung nicht gleich wieder zu relativieren.
Was entschieden wurde, darf wirken, ohne ständig überprüft oder korrigiert zu werden.
Dieses Vertrauen richtet sich nicht auf ein Ergebnis.
Es richtet sich auf den Weg, der sich aus der Entscheidung entfalten wird. Nicht alles muss sichtbar sein, damit es richtig ist.
Die siebte Rauhnacht schenkt Ruhe. Sie bewahrt davor, aus Ungeduld wieder Abstand zu nehmen von dem, was sorgfältig gewachsen ist. So entsteht eine innere Stabilität, die den weiteren Weg trägt.
Impuls der Nacht
Der Entscheidung vertrauen und ihr Zeit lassen. Nicht eingreifen.

