12. Rauhnacht – Nacht der Stimmigkeit

Innehalten, Erkennen und bereit bleiben

Du hast dich geöffnet.
Du hast wahrgenommen.
Du hast gehört.
Du hast geprüft, angenommen und eingeordnet.
Du hast entschieden, vertraut, losgelassen und den Weg gegangen – mit allem, was dazugehört.

Dieser Weg war nicht frei von Widerständen.
Er hat dich gefordert und geformt.

In der 12. Rauhnacht hältst du inne.
Nicht, um zurückzugehen oder zu neu zu entscheiden. Sondern um wahrzunehmen, was bisher gewachsen ist.

Du erkennst: das Gehörte, dem du gefolgt bist, trägt – nicht nur in Gedanken, sondern in deinem ganzen Sein. Alles fügt sich zusammen. Der Weg, die Erfahrungen, die Entscheidungen – sie stehen nicht mehr nebeneinander, sondern bilden eine Einheit.

Diese Nacht ist der Moment, in dem der Weg nicht mehr vor dir liegt, sondern in dir.
Du hast ihn verinnerlicht. Du bist eins geworden mit dem, was dich gerufen hat.
Da ist keine Unruhe mehr. Kein inneres Hin und Her. Sondern pure Stimmigkeit. Du weißt jetzt, wofür du stehst.
Nicht, weil alles geklärt wäre, sondern weil dein Inneres klar geworden ist, weil dein Bewusstsein klar geworden ist.
Und genau hier öffnet sich der Übergang.

Die 12. Rauhnacht endet nicht in sich selbst, sondern zu dem Moment, in dem das, was in der Stille gereift ist, nach außen treten darf.
Du bist bereit, dem HERRN zu folgen, in seine Fußstapfen zu treten, allen Widrigkeiten zum Trotz – mit deinem Leben. Wach. Offen. Sichtbar.

Impuls der Nacht
Innehalten und eins werden.
Bereit bleiben.