Manchmal ist es nicht das Große, Dramatische, das uns erschöpft – sondern das tägliche Zuviel.
Zu viele Gedanken. Zu viele Anforderungen. Zu wenig Raum zum Atmen.
Diese christliche Meditation führt aus innerer Überlastung in eine neue Ausrichtung im Licht Gottes – mit bewusster Hinwendung und Gebet.
Ankommen
Setze dich an einen stillen Ort.
(kurze Pause)
Richte deinen Oberkörper auf.
Nicht angespannt.
Aber wach.
(kurze Pause)
Schließe sanft deine Augen.
(kurze Pause)
Atme ein.
(kurze Pause)
Und wieder aus.
(kurze Pause)
Noch einmal ein.
(kurze Pause)
Und aus.
(mittlere Pause)
Lass deinen Atem ruhig werden.
Er fließt gleichmäßig und still.
(mittlere Pause)
Spüre die Fläche, auf der du sitzt.
Spüre deine Füße auf dem Boden.
(mittlere Pause)
Du bist getragen.
Hier.
Jetzt.
(lange Pause)
Vielleicht spürst du eine Schwere in dir.
Müdigkeit.
Gedanken, die kreisen.
Unruhe.
Druck.
(mittlere Pause)
Du musst nichts wegschieben.
Du nimmst wahr, was da ist.
(mittlere Pause)
Atme.
Ein.
(kurze Pause)
Und aus.
(mittlere Pause)
In dir entsteht eine leise Entscheidung:
Ich bleibe nicht in der Schwere stehen.
(lange Pause)
Der Weg
Vor deinem inneren Auge entsteht ein Bild.
(kurze Pause)
Du stehst auf einem Weg.
(mittlere Pause)
Hinter dir liegt vertrautes Gelände.
Erfahrungen.
Begegnungen.
Erlebtes.
(mittlere Pause)
Vor dir schlängelt sich der Pfad weiter.
(mittlere Pause)
Du gehst einige Schritte.
(kurze Pause)
Und du spürst:
Dein Schritt ist schwer.
(mittlere Pause)
Als würdest du mehr tragen, als gut für dich ist.
(mittlere Pause)
Du bleibst stehen.
(lange Pause)
Seitlich entdeckst du einen schmalen Pfad.
Still.
Unscheinbar.
(mittlere Pause)
Und doch zieht er dich an.
(kurze Pause)
Du entscheidest dich, ihm zu folgen.
(mittlere Pause)
Die Mauer und das Licht
Der Pfad führt dich zu einer hohen Mauer.
Fest.
Zeitlos.
(mittlere Pause)
In ihrer Mitte ein großes Tor.
Geschlossen.
(mittlere Pause)
Und doch …
(kurze Pause)
Durch schmale Öffnungen fällt Licht.
(mittlere Pause)
Warm.
Klar.
Lebendig.
(mittlere Pause)
Du trittst näher.
(kurze Pause)
Das Licht erreicht dich.
(mittlere Pause)
Es berührt deine Stirn.
Deine Schultern.
Dein Herz.
(lange Pause)
Atme.
Ein.
(kurze Pause)
Und aus.
(mittlere Pause)
Mit jedem Atemzug löst sich die Schwere.
(mittlere Pause)
Gedanken werden klarer.
Der Druck weicht.
(mittlere Pause)
Dieses Licht reinigt.
Und es stärkt.
(lange Pause)
In dir wächst das Wissen:
Dieses Licht ist heilig.
(mittlere Pause)
Es kommt aus dem göttlichen Reich.
(mittlere Pause)
Hinter dieser Mauer liegt die Wirklichkeit Gottes.
Durchdrungen von Licht.
Von Wahrheit.
Von Leben.
(lange Pause)
Du kannst das Tor jetzt nicht durchschreiten.
Dein Weg geht weiter.
(mittlere Pause)
Doch das Licht erreicht dich.
Es erneuert dich.
(lange Pause)
Du richtest dich bewusst aus.
(kurze Pause)
Du wendest dich dem himmlischen Vater zu.
(mittlere Pause)
Himmlischer VATER,
Quelle allen Lichts
und allen Lebens.
Ich stehe vor DIR
mit allem, was ich bin.
Ich danke DIR
für den Weg,
den ich bisher gegangen bin.
Für die Gaben,
die DU mir anvertraut hast.
Für die Sicherheiten,
die mich getragen haben.
Nun öffne ich mein Herz
für DEIN Werk in mir.
Hilf mir, loszulassen,
was nicht mehr zu mir gehört.
Hilf mir,
dem Sterben des Alten zu vertrauen.
Schenke mir den Mut,
dem Neuen entgegenzutreten.
DU weißt,
was du für mich bereitet hast.
Lass DEINEN Geist in mir wirken,
dass ich wachse in DEINER Liebe
und werde,
was DU in mir siehst.
Amen. (lange Pause)
Rückkehr
Spüre noch einmal das Licht um dich.
(mittlere Pause)
Es hat dich gereinigt.
Es hat dich gestärkt.
(mittlere Pause)
Nun wendest du dich wieder dem Weg zu.
(kurze Pause)
Dein Schritt ist leichter.
Dein Atem freier.
(mittlere Pause)
Du gehst weiter.
Nicht allein.
(lange Pause)
Noch einen Atemzug.
Ein.
(kurze Pause)
Und aus.
(mittlere Pause)
Wenn du bereit bist,
öffne langsam deine Augen.
(lange Pause)
Du gehst deinen Weg weiter –
gestärkt aus dem Licht.
