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Rieke

und warum ich diesen Blog schreibe.

ich bin Rieke und das, was man landläufig eine alte Frau nennt. Körperlich – ja, natürlich. Im Geist jedoch wach, fragend, suchend, lebendig.
Geboren Mitte der 1950er-Jahre, seit vielen Jahrzehnten verheiratet mit ein- und demselben Mann, Mutter von zwei Kindern, mit Haus, Pferden und Hund. Nach über 45 Jahren im Berufsleben bin ich in den Ruhestand gegangen.
Mein Fazit: Es war nicht alles gut. Aber es war lehrreich.
Heute würde ich mich – ohne falsche Bescheidenheit – als eine alte, weise Frau in Lebensfragen bezeichnen. Nicht, weil ich auf alles eine Antwort hätte, sondern weil ich gelernt habe zuzuhören: dem Leben, den Menschen, dem Leisen hinter dem Lauten.

Beruflich war ich viele Jahrzehnte im Gesundheitswesen in vielen Bereichen tätig, zuletzt im Qualitätsmanagement eines Krankenhauses. Die Arbeit mit Menschen, auch in Grenzsituationen hat mich geprägt – fachlich und menschlich.

Ich habe mich kontinuierlich weitergebildet: zur Sterbe- und Trauerbegleiterin, zur psychologischen Beraterin mit zertifizierter Abschlussarbeit, zur Meditationstrainerin usw. sowie im kirchlichen Lektorendienst. Ehrenamtlich stramm unterwegs: unabhängige Patientenfürsprecherin, Kirchenvorstand, Lektorin in der Verkündigung, Besuchsdienst und ggf. in der Sterbebegleitung.

Was ich heute schreibe und weitergebe, gründet nicht nur auf persönlicher Lebenserfahrung, sondern auch auf fundierter Ausbildung und langjähriger Praxis im Begleiten, Zuhören und Einordnen.
Psalm 139 begleitet mich seit vielen Jahren.
Die Flügel der Morgenröte, von denen dort die Rede ist, haben es mir ganz besonders angetan. Sie stehen für das „getragen sein“ – für die Gewissheit, dass wir getragen sind, wohin auch immer der Weg uns führt.

Ich bin ein Mensch, der nach Wahrheit sucht, immer. Nicht nach äußeren Formen, sondern nach dem Kern unseres Daseins. Irgendwelche Ausflüchte oder Ausreden durchschaue ich intuitiv ziemlich schnell. Nur selten äußere ich mich dazu, einfach, weil der Mensch mir leid tut, insofern, weil er sich damit selbst betrügt.
Seit meiner Jugend beschäftige ich mich intensiv mit der Frage, warum wir auf der Erde leben, wenn wir am Ende doch sterben müssen, dem „Woher – Wohin“ und wo darin der Sinn liegt. Diese Auseinandersetzung mit dem geistig-spirituellen Ursprung des Menschen hat meinen Lebensweg geprägt. Diese Grundsatzfrage meines damaligen Lebens hat mich unweigerlich zu den Kirchen geführt. Die Lehren, die sie vertreten, haben mich aber auch zu der klaren Einsicht geführt, dass ich persönlich mit der Institution Kirche in ihrer heutigen Form sehr wenig anfangen kann: sie ist schwerfällig, zu sehr mit sich selbst als Verwaltungsapparat beschäftigt, damit, sich unbedingt dem Zeitgeist anzupassen – so sehr, dass sie ihren wahren Auftrag hintangestellt hat: die Seelen ihrer „Schäfchen“ mit der Botschaft Christi und seiner Apostel zu nähren. Eine Botschaft, die geistig zu sehen ist und zu einem Sammelsurium von Dogmen verstümmelt wurde.

Trotzdem engagiere ich mich heute sehr bewusst und aktiv ehrenamtlich in der Kirchengemeinde meines Heimatortes. Denn für mich ist dies – noch – die Möglichkeit, Menschen zu erreichen, weil ich glaube, dass der ursprüngliche Auftrag Jesu, das Feuer und das Licht, nicht tot ist, sondern von den Menschen neu entfacht werden muss, was jetzt auf kleiner Flamme vor sich hin glimmt.
Ich bin überzeugt, dass wir alle grundsätzlich geistige Wesen sind, die für eine begrenzte Zeit hier auf Erden „ummantelt“ leben. Unser Weg führt zwischen die Ewigkeit – aus dem Reich GOTTes kommend und zu ihm zurückkehrend. Was wir in dieser Zeit tun, wie wir handeln und wie wir einander begegnen, hat Gewicht. Diese Überzeugung prägt mein Denken, meinen Glauben und mein Schreiben.

Diesen Blog habe ich eingerichtet, weil ich hoffe, Menschen dazu zu bewegen, über den wahren Wert ihres Lebens nachzudenken – über den Sinn, den Ursprung und das Ziel unseres Weges. Ich möchte dazu beitragen, dass man wieder erkennt, was in uns angelegt ist: ein geistiger Kern, der nach Wahrheit sucht und nach Liebe und Zugewandtheit verlangt.

Ein wichtiger Teil meiner Arbeit besteht darin, biblische Worte verständlich zu machen – so nahe wie möglich am Urtext. Die hebräischen und griechischen Urschriften öffnen Zusammenhänge, die in vielen heutigen Übersetzungen verloren gegangen sind. Erst durch die Möglichkeiten moderner KI können wir – auch als wissbegierige Laien – heute wieder nachvollziehen, was damals wirklich gesagt wurde. Mein Anliegen ist es, die Auslegungen der Bibel von allem Überladenen und Abstrakten zu befreien und als das zu zeigen, was sie für mich ist: ein Begleiter auf unserem irdischen Weg, der uns hilft, unseren inneren Auftrag, der in uns allen mehr oder weniger um Aufmerksamkeit bittet, zu erkennen.

Ich schreibe hier, weil ich glaube, dass jeder Mensch das Recht hat, Zugang zur geistigen Wahrheit zu bekommen – klar, verständlich und ohne Dogmen. Wenn ein Gedanke, eine Erklärung oder ein Vers hier für dich eine Bedeutung gewinnt, dann hat dieser Blog seinen Zweck erfüllt.

Zum Schluss ist mir eines wichtig:
Ich maße mir nicht an, eine akademische Theologin zu sein oder eine staatliche „Lizenz zum Lehren“ zu besitzen. Wie bereits erwähnt, bin ich ein Mensch, der sucht, forscht (seit 1988) und seine Erkenntnisse weitergibt. Alles, was ich hier schreibe, lege ich wertfrei nieder. Ich möchte Niemanden überreden oder überzeugen. Ich möchte nur dazu anregen, sich ernsthaft zu fragen:
Woher komme ich – und wohin gehe ich?

Diese Frage trägt jeden Menschen, ob er sie ausspricht oder nicht. Und sie führt uns alle, früher oder später, zu den Grundlagen unseres Daseins zurück. Wenn wir es jetzt nicht begreifen, dann im nächsten Leben 😉

GOTT zum Gruß